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Abgeschlossenes Projekt:
Teigwarenherstellung in Beit Sahour
Ein sehr erfolgreiches Projekt des Deutsch-Palästinensischen Frauenvereins, das sich ganz im Sinne der "Hilfe zur Selbsthilfe" selber tragen konnte, ist die Teigwarenherstellung in Beit Sahour. Hier wurden gefüllte Teigwaren ohne chemische Zusätze hergestellt.
Geschichte
Im Jahre 1991 gegründet, wurde hier entsprechend der Planung anfangs Marmelade hergestellt. Es stellte sich jedoch nach einiger Zeit heraus, daß die Produktion von Marmelade zu aufwendig und kostspielig und das Produkt daher nicht konkurrenzfähig war. Marmelade wurde von zwei Firmen in Hebron und Jerusalem für NIS 5 für ein großes Glas auf den Markt gebracht, während ein kleines Glas der hier in Handarbeit produzierten Marmelade bereits NIS 3 kostete. Aus diesem Grunde wurde die Produktion umgestellt; das neue Produkt war nun sehr erfolgreich. Es wurden verschiedene Teigwaren hergestellt, die in 500 g-Verpackungen eingefroren wurden.
Räumlichkeiten
Es wurden zwei große Räume angemietet. Einer der Räume diente den Frauen des Ortes auch als Versammlungsraum.
Maschinen/Geräte
Die Ausstattung bestand aus einem großen, dreitürigen Gefrierschrank, einem Kühlschrank, einem handbetriebenen großen Fleischwolf, einer Waage, zwei handbetriebenen Teigrollgeräten sowie einem mit Gasflasche betriebenen Gasofen mit drei Schienen.
Arbeitskräfte
In diesem Projekt arbeiteten zwei fest angestellte Frauen und eine Aushilfe. Gearbeitet wurde montags bis freitags von 7.30 bis 13.30 Uhr.
Produktionsumfang
Täglich wurden - je nach Arbeitsaufwand, der für die einzelnen Produkte verschieden groß ist - etwa 17 kg Teigwaren produziert und eingefroren. Daneben wurde auch auf Bestellung für Feste o.ä. produziert. Im allgemeinen wurde die Ware nicht länger als einen Monat in den Gefrierschränken gelagert. Im Idealfall wurde sie direkt an die Händler weitergegeben.
Verkauf
Die Mitarbeiterinnen des Projektes suchten in regelmäßigen Abständen die Händler des Ortes auf, nahmen von ihnen Bestellungen entgegen und lieferten die Ware zu Fuß aus. Die Teigwaren wurden in fünf Lebensmittelläden in Beit Sahour verkauft; der Absatz lief gut. Der Verkaufspreis lag deutlich unter dem Durchschnittspreis für Fertignahrung gleicher Qualität, was berufstätigen Müttern entgegenkam, die auf schnell zubereitbare, preiswerte Gerichte angewiesen waren. Leider musste dieses Projekt aufgrund der veränderten politischen Situation aufgegeben werden.
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