Deutsch-Palästinensischer Frauenverein
 
 
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Die Vorstandsmitglieder

Karin Steinbrinker
Vorsitzende


Ich bin Jahrgang 1934, in Stuttgart geboren, seit 1956 in Hamburg ansässig und hier seit über 40 Jahren glücklich verheiratet. Ich habe zwei Töchter und drei Enkelkinder, bin also schon eine ziemlich alte Dame! Das hindert mich aber nicht an aktiver Mitarbeit im Deutsch-Palästinensischen Frauenverein, dem ich seit 1990 angehöre. Seit 1992 leite ich die Hamburger Regionalgruppe des Vereins, die ein Kindergartenprojekt im Gazastreifen betreibt und sehr aktiv und erfolgreich in der Öffentlichkeitsarbeit ist. (s. unter "Regionalgruppe Hamburg" und unter "Projekte"). Seit einiger Zeit bin ich Vorstandsmitglied, seit Oktober 2003 stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Immer wieder werde ich gefragt, wie ich zu meinem Palästina-Engagement gekommen bin. Das kam so: Ich war 20 Jahre lang als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache am "Studienkolleg für Ausländische Studierende an der Universität Hamburg" tätig, einer Institution, die es bundesweit an allen Unis gibt und deren Besuch für die meisten ausländischen Studienbewerber Pflicht ist. In den zahlreichen Kursen, vor allem für angehende MedizinerInnen ,die ich unterrichtet habe, waren auch immer palästinensische Studenten, ab und zu auch eine palästinensische Studentin- und sie waren es, die mich mit Berichten aus ihrer Heimat für das Palästinaproblem sensibilisierten. 1985 folgte ich der Einladung zweier Studenten in ihre Familien in Yamun bei Jenin und nach Beit Sahur. Mit Hilfe ihrer äußerst gastfreundlichen und hilfsbereiten Angehörigen und Freunde habe ich 6 Wochen lang sozusagen journalistisch recherchiert, habe Universitäten, Schulen, Flüchtlingslager, UNRWA-Büros, Krankenstationen und vor allem Familien besucht. Was ich dabei sah und hörte und was ich selbst von der Besatzung erlebte, hat mich tief und nachhaltig erschüttert. Von da an stand für mich fest, dass ich mich intensiver mit Palästina beschäftigen und vor allem etwas t u n musste, zum einen, um die Situation wenigstens einiger Menschen vor Ort verbessern zu helfen, und zum anderen , um die deutsche Öffentlichkeit zu informieren und zu aktivieren. Die Möglichkeit dazu bot sich dann im Rahmen des Deutsch-Palästinensischen Frauenvereins . Inzwischen füllt meine Palästina-Literatur ein ganzes Regal, ich habe selbst mehrere Texte verfasst und Vorträge gehalten, und von 1993 - 2000 war ich jedes Jahr 2-3 Wochen in Palästina, vor allem im Gazastreifen, um das Kindergartenprojekt zu initiieren und den Kontakt dazu zu halten. Seit meiner Pensionierung habe ich mich dieser Palästina-Arbeit intensiver denn je gewidmet, und sie ist zu einem bedeutenden Teil zu meinem Lebensinhalt geworden. Mit Dankbarkeit möchte ich erwähnen, dass ich dabei voll und ganz von meinem Mann unterstützt werde.


Amal Hamad

Ich bin Palästinenserin, geboren am 19.10.1965 in Sarrah bei Nablus. Aufgewachsen bin ich hier in Deutschland. Meine Eltern sind beide Palästinenser. Im April 1971 holte uns mein Vater zu sich nach Deutschland, nachdem meine Mutter im September 1970 in Jordanien, im Bürgerkrieg, bekannt unter dem Schwarzen September, durch Schüsse an der Schulter verletzt wurde. Im September 1972 starb dann mein Vater. Von meiner Mutter wurde mir vieles über die Geschichte und die Besetzung Palästinas 1948 und 1967 vermittelt da unsere Familie auch betroffen war. Die erste Hälfte meiner Schulzeit lebten wir noch in Baden-Württemberg danach sind wir dann nach Köln gezogen, wo ich den Rest meiner Schulzeit verbrachte und meine Ausbildung machte.

1982 trat ich in die Dabkegruppe (Palästinensische Volkstanzgruppe) ein. 1988 trat ich in den Deutsch-Palästinensischen Frauenverein ein, wo ich heute noch Mitglied bin. Seit 1990 bin ich mit Khaled Hamad verheiratet und wir haben drei Kinder.


Salwa Rashmawi

Beisitzerin im Deutsch-Palästinensischen Frauenverein e.V. Ich bin Palästinenserin und wurde 1962 in Amman in Jordanien geboren. Meine Ausbildung als Sekretärin absolvierte ich ebenso in Amman, wo ich anschließend auch bei der Jordanischen Fluggesellschaft Royal Jordanian Airlines arbeitete. Anläßlich einer Geschäftsreise nach Deutschland lernte ich 1986 meinen Mann kennen. Wir haben 3 Kinder. 1987 war ich Mitbegründerin des Deutsch-Palästinensischen Frauenvereins e.V. Ich war aktiv in der palästinensischen Folkloretanzgruppe und habe an einigen Informationsveranstaltungen des Vereins mitgeholfen.

Dalal Makari - Pausch

Ich wurde 1969 in Damaskus geboren und bin Schattentheaterspielerin, Künstlerin, Autorin und Journalistin. Seit dem Jahr 2000 lebe ich in Weiden. Als Palästinenserin unterrichte ich an der Volkshochschule in Weiden Arabisch und Schattentheaterspiel für Kinder. Als Absolventin im Fach Theaterliteratur und -kritik der Fachhochschule für Theaterkünste in Damaskus unterrichte ich dort seither als Gastdozentin. Zudem habe ich arabische Literatur in Damaskus, sowie Puppenspiel und Puppentheater in Moskau, St. Petersburg und Kiew studiert. In Deutschland trat ich mehrmals als Schattentheaterspielerin auf – unter anderem in Leipzig, Mainz, Frankfurt und Kassel. Als erste und einzige arabische Frau arbeite ich im Bereich des Schattenspiels. Das Schattentheater war ursprünglich in den orientalischen Teestuben nur den Männern vorbehalten. Meine Auftritte als Schattentheaterspielerin fanden in der arabischen Presse und den arabischen Medien ein großes Echo. Als Sängerin trat ich in vielen arabischen Ländern, Nordkorea sowie beim Theater-Festival in Karthago, Tunesien auf. Im Oktober 2003 organisierte ich den „Palästinensischen Abend“, mit der sich die Volkshochschule am „Kunstgenuss bis Mitternacht“ in Weiden beteiligte. Im Mai 2006 präsentierte ich die Ausstellung „Arabische Kalligrafie“ in der Cafeteria der Volkshochschule. Als Journalistin schreibe ich über Theater, Kino und Musik für verschiedene arabische Zeitungen und Magazine. Zudem verfasse ich Hörspiele und Geschichten für Kinder. Ich bin Gründungsmitglied der Gruppe „Belebung des Schattenspiels“, des palästinensischen Kindervereins „Farah“ sowie Mitglied des Kindertheaters „Jerusalem“ in Damaskus. Daneben bildete ich für Unicef Kindergärtnerinnen im Libanon und Syrien im Puppenspiel aus arbeite sie als Gastdozentin für Unicef und UNRWA in Syrien. Zudem arbeite ich bei meinem Bemühen um die Wiederbelebung des Schattenspiels auch mit dem Goethe-Institut in Damaskus zusammen.

Miriam Gesper

Ich wurde am 1978 in Celle geboren und lebe nun schon seit vielen Jahren in Hamburg. Ende Mai 2008 beende ich meine Ausbildung zur Heilpädagogin und hoffe, dann eine gute Arbeit zu finden. Seit 2004 bin ich Mitglied im Deutsch-Palästinensischen Frauenverein und arbeite aktiv in der Regionalgruppe Hamburg des Vereins mit. Wichtig sind mir der Kontakt und die Zusammenarbeit mit anderen Hamburger Frauengruppen.

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